Goodbye Gentoo(?)!

Ich bin leider an einem Punkt angekommen, an dem ich mich entscheiden muss, was mir wichtiger ist. Mein Studium hat ein bisschen unter dem Hobby gelitten – ich geb es zwar ungern zu, aber Gentoo hat mich zwar viel gelehrt – aber mich auch stark abgelenkt. Es vergeht quasi keine Woche, in der ich nicht irgendwelche Dokumentationen lese, weil es weniger Zeit kostet, eine Terminalanwendung zu verwenden, als ein neues Programm mit GUI zu kompilieren. Aber ist die Zeit dann sinnvoll investiert, wenn man stattdessen eine Menge man-Pages und Forenbeiträge lesen muss?

Aus Gentoo-Sicht: klar! Denn man lernt sein eigenes System wirklich gut und gründlich kennen und lernt darüber hinaus natürlich auch so etwas wie Probleme in Teilprobleme zu zerlegen (welches Programm kann einen Teil zur Lösung des Problems beitragen?). Allerdings hat das einen Haken – der Tag hat nunmal nur 24 Stunden, und im Studium (das in meinem Fall ja mit Computern eher wenig zu tun hat) ist jede Stunde wertvoll. Da ist es wichtig, dass das System einfach nur läuft und nicht stört.

Deswegen verabschiede ich mich von Gentoo und wechsle zurück zu Ubuntu. Ich entscheide mich bewusst für die Unity-Oberfläche (im Wissen um ihre Mängel!), weil sie – im Gegensatz zu meinem Liebling XFCE – komplett über die Tastatur bedienbar ist (mit Gnome und KDE konnte ich mich einfach noch nie anfreunden) und wenig im Weg ist. Bei Ubuntu ist alles vorkonfiguriert und das System läuft in gefühlten 99% der Fälle einfach stabil, ohne dass man etwas Anderes tun muss als die Updates zu bestätigen.

Mit der diese Woche anstehenden Veröffentlichung der LTS-Version 14.04 mache ich also gefühlt einen Schritt zurück. Das heißt aber nicht, dass hier keine Beiträge mehr zu Gentoo erscheinen (ich gebe ja zu, dass es auch bisher nicht viele waren), denn ich versuche, mich weiter einzubringen und mit Informationen auf dem neusten Stand zu halten.

 

Ich habe Gentoo eine Menge zu verdanken, denn ich habe wirklich einiges lernen können (auch über mich selbst), das mich auch unter Ubuntu nicht verlassen wird. Und zur Sicherheit, falls es mich doch packt, sichere ich die wichtigen Config-Dateien aus Gentoo (make.conf, package.* in /etc/portage) 😉

 

In diesem Sinne: Hoffentlich auf bald, Gentoo, und danke für alles! Welcome back Ubuntu! 🙂

 

Viele Grüße,

Alex

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Über Luyin

Computational Linguist and Classicist.
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Eine Antwort zu Goodbye Gentoo(?)!

  1. Ava Odoémena schreibt:

    Na dann mal willkommen zurück in der Ubuntuwelt:-)

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